Die Pfarrkirche St. Josef, die kleine, markante Aufbahrungskapelle und das Volksschulhaus bilden an der Dorfkante zum Inntal gemeinsam als Dreiklang das identitätsstiftende Ortszentrum. Einfache Großformen mit geneigten Dächern und klaren Formen prägen hier das Dorfbild. Das Volumen der Bestandsschule tritt durch die Reduktion von unschönen Fassadenanbauten und der erforderlichen thermischen Sanierung als einfacher und ausdrucksstarker Solitär aus der 2. Reihe hervor. Diesem monolithischen Volumen ist eine neue pavillonartige Fassadenzeile vorgesetzt, deren feine Gliederung sich mit der Vordachstruktur der Aufbahrungskapelle verwebt und dem gemeinsamen Platz einen qualitativen Abschluss gibt. Das neue Turnsaalgebäude integriert sich durch sein abgesenktes Bodenniveau dezent in die abfallende Topographie des Schulgartens ohne ihm seine Qualität zu rauben. Eine sanfte Abdrehung und die Verbindung mittels einem kleinen Gelenksfoyer, generiert einen schützten Freibereich vor der Nachmittagsbetreuung und ermöglicht vom neuen westseitigen Parkplatz direkten Zugang ins Schulhaus. Das bestehende Stiegenhaus wird durch das Entfernen der Treppenstufen zum zentralen Luftraum, der die aktiven Bereiche im Herz der Schule verbindet und gleichzeitig diese Erlebnisräume mit Tageslicht durchflutet. Die vertikale Erschließung aller Geschosse erfolgt an funktional logischer Stelle – von Eingang und Garderobe direkt erreichbar. An dieser Erschließungsachse liegt im EG die Direktion mit angegliedertem Besprechungsraum und im OG die restlichen Verwaltungsräume mit eigenem Freibereich. Das neue Turnsaalgebäude ist mit leicht abgesenktem Bodenniveau über eine Zugangsspange direkt mit den Sanitärräumen verbunden. Das über dem Turnsaal schwebende Gründach durchflutet den Raum allseitig mit Tageslicht, entlang der Längsseite direkt zugänglich ist der Geräteraum. Hier ermöglicht eine verringerte Raumhöhe eine großzügige Vordachausbildung und bildet den baulichen Sonnenschutz.