Die vorgefundene städtebauliche Figur der drei Schulen korrespondiert weder miteinander noch mit der Umgebung.  Alle Eingänge liegen verdeckt ohne signifikante Zeichenhaftigkeit, vorhandene Wegeführungen entbehren funktionaler Logik. Der Wunsch nach einem offenen Ensemble der Schulhäuser hat uns zu einer klaren Gebäudestellung mit typologisch gleichen bekleideten Neubaukuben geführt. Die neuen Baukörper stehen miteinander und dem Bestand in Kommunikation, ohne diesen zu bedrängen. Diese Neuordnung mit geometrisch klarer Formensprache  entwickelt eine angenehme Dichte, auf verschiedenen Niveaus wird eine begehbare „Bildungslandschaft“ aufspannt: Jede Schule kann für sich eine belebende Eigenständigkeit entfalten und man trifft sich am zentralen Gelenk! Der leer stehenden Turnsaal wird  Musikschule im Westen gibt den Auftakt zum Dorf. In die Flucht der bestehenden Mittel- und Volksschule wird als identitätsstiftendes Bindeglied der Neubau der gemeinsamen Sporthalle mit darüber liegendem Polytechnikum gesetzt, welches sich als klar ausgeformter Monolith wie selbstverständlich einfügt. Die bestehende Volksschule wird in ihrer Proportion belassen und das Erscheinungsbild vereinfacht. Zwischen neuer 3-fach-Sporthalle und Volksschule bildet ein „Bauteil für Alle“ nach Süden hin einen geschützten Hof für die Volksschule aus. Die Raumsequenz Bewegungsraum -Bühne –Musiksaal- Aula und Nachmittagsbetreuung auf der Galerie schaffen rund um den Schulhof ein adäquates Ambiente für einen spannenden Schultag. Der Gebäudestruktur folgend bilden jeweils 3 Klassenräume um eine zentrale offene Lernlandschaft einen nach Süden orientierten gleichwertige Cluster mit je einer Freiklasse. Ein großzügiger und überdachter Eingangsbereich am Vorplatz mit neuem Entrée für die Sportmittelschule+ Halle ermöglicht einen autarken Betrieb der Sporthalle, die Tribüne verbindet den Vorplatz zum zentralen Foyer und bildet den Auftakt für das Polytechnikum. Eine fließende Treppenlandschaft bringt die Schüler in ihr „Schuldeck“ über der Sporthalle. Entlang der Süd- und Westfassade fächern sich die Unterrichts- und Verwaltungsräume rund um einen begrünten und beschatteten Dachgarten der „großen Schüler“ auf.

Projekt Volksschule +PTS Altenmarkt
Planung Neubau+Umbau
Status  EU-weit offener Wettbewerb 2024
Auslober*in  Gemeinde Altenmarkt
Zusammen mit STUDIO LOIS
Team Mario Pramstaller, Andrea Hofer, Barbara Poberschnigg, Iris Reiter