Die städtebauliche Figur der historischen Schulgebäude entwickelte sich durch Umbauten zu einem verwinkelten Konglomerat. Das Denkmal von Clemens Holzmeister und die erste Erweiterung bilden die erste Reihe und werden durch das Entfernen von Anbauten wieder klar sichtbar. Der Neubau mit Schulplatz lässt eine angenehme Dichte entstehen, schafft Freiräume und erzeugt durch Einfachheit Ruhe. Das Eingangsgeschoß des neuen Schulhauses ist zentrales Gelenk. Die offene Aula mit anschließender Bibliothek und Buffet übernimmt die Verteilerrolle für die Nutzer. Der transparente Sockel kommuniziert mit dem Schulplatz und dem angrenzenden Freiraum. Die gemeinsam bespielbare Raumsequenz Aula- Bibliothek- Buffet und Workspace ermöglichen mit dem Schulplatz und dem Stadtraum vielfältige Veranstaltungsvariationen. Sie schaffen eine Aufenthaltsebene für die Tagesbetreuung. Volks- und Mittelschüler*innen finden jeweils auch von außen betretbare Zentralgarderoben vor. Eine neue, vertikale Erschließungsebene stellt Sichtbeziehungen zur gemeinsamen Allgemeinfläche her. Eine bewusste Aufteilung der Bereiche MS, VS und Verwaltung in die Obergeschoße und den Sportanlagen in die Untergeschoße erlaubt einfache Orientierung im neu geordneten Schulhaus. Der als Hybrid konzipierte Neubau überspannt die Sporthalle mit einer Betonrasterdecke. Die Gebäudehülle des Neubaus ist durch horizontale Rasterung fein differenziert, entwickelt durch die vertikale Wiederholung ein ruhiges Erscheinungsbild. Das Innere des Neubaus bleibt als Holzbau an Wand und Decken sicht- und spürbar – raue Schale, weicher Kern!

Projekt Schulzentrum IMST Oberstadt
Planung Neubau+Umbau
Status  EU-weit offener Wettbewerb 2024
Auslober*in  Gemeinde IMST
Zusammen mit STUDIO LOIS + Hannes Lechner
Team Mario Pramstaller, Hannes Lechner, Barbara Poberschnigg, Iris Reiter