Stadträumlich ist der Neubau der ‚Haus der Industrie‘ der Salzburger Industriellenvereinigung eine logische Weiterführung der vorherrschenden Solitär- und Blockbebauung im St.Andräviertel. Die Fassadenfronten nehmen mit Vor- und Rücksprüngen die Tiefe der vorherrschenden Gründerzeitfassaden auf, treten mit Ihnen in Kontakt. Analog zum ,städtebaulichen Zwilling‘ der Auerspergstraße 20 nimmt der Neubau die Dynamik der Schichtung historischer Fassaden auf, springt mit der Gebäudemitte zurück, Gesimse und Balkone kommunizieren mit der Umgebung. Ein fünfgeschossiger Baukörper wird gemäß Bebauungsplan vorgeschlagen. Die First- und Traufhöhen des Bebauungsplanes werden eingehalten, die Dachform resultiert aus der Aufnahme der maximalen Dachneigung, erhält das für die Präsenz notwendige Gewicht und stellt ein wirkungsäquivalenten Ausdruck zum Walmdach dar. Der Neubaukörper ist als zeitgemäßes Wohn- und Geschäftshaus konzipiert, mit einem Nutzungsmix, der auch Eigenständigkeit entfalten kann. Selbstbewusst reiht er sich in die angrenzende Bebauung direkt an der Franz-Josef-Straße ein, seine Sockelzone vermittelt Porös zwischen öffentlichem Stadtraum und den Veranstaltungsräumlichkeiten auf Nullniveau, um die Institution der IV sichtbar und transparent in den Stadtraum zu transportieren. Das Foyer bietet dem Besucher beim Eintreten ein lichtdurchflutetes Ambiente, verbindet alle Funktionen miteinander und lässt verschiedene Nutzungsszenarien zu: Ein Nebeneingang für die Catering-Anlieferung und ein Gartenzugang ermöglichen störungsfrei den Zugang der Bewohner direkt zum Stiegenhaus, UGs und Lift.Das kompakte Stiegenhaus wird über einen Luftraum von oben belichtet und schafft eine spannende und qualitätsvolle Vertikalerschließung. Im 1. OG werden – über eine Brücke zusätzlich visuell zum Foyer verbunden – die Büroräumlichkeiten der IV situiert. Der Hausherr sitzt damit an der Schnittstelle zwischen den öffentlichen und den privateren Funktionen im Haus und behält den Überblick.Externen Büros (Kanzlei, 1-3 Kleinbüros) und Loftwohnungen im zweigeschossigen Dachraum füllen die oberen Etagen, je weiter nach oben, desto privater wird die Nutzung. Die Situierung der Tiefgaragenabfahrt an der auf Nachbargrund sehr verbauten Ostseite ermöglicht an der Südfassade vollen Kontakt von Café und Veranstaltung zum Straßenraum.