Das Gegenüber – ein poetisches Zelebrieren des Gartens als Zentrum für die beiden Bildungseinrichtungen. Die markante Mauer als Abschluss des historischen Gartens und Auftakt zur historischen Gasse des Werkviertels des Ferdinand Weyrer Areals bleibt auch weiterhin als Mauer erkennbar. Ein bewusst eingeschossig gehaltener Neubau ist wie eine filigrane Krone darauf aufgesetzt. Auf Straßenebene nimmt sich die neue Bebauung dezent zurück, eine breite Fuge als Fassadenfalte signalisiert mit einer schützenden Loggia den Eingang und bildet eine identitätsstiftende neue Adresse aus. Die historische Villa und das bestehende Nebengebäude begrenzen in ihrer Setzung als L-förmiges Ensemble den alten Garten im Nordwesten und verweben sich gleichzeitig durch das charmante Salletl mit dem imposanten Grünraum. Diese schützende Geste der L-förmige Umschließung wird als Vorbild für die neue Bebauung des Kindergartens aufgenommen. Auf die Gartenkante reihen sich in der Höhe differenzierte Raumvolumen aneinander und bilden einen gemeinsamen Körper aus. Diese Aneinanderreihung und Höhendifferenzierung formieren einen Maßstab, welcher kindgerecht wie ein Dorf funktioniert. Die Anordnung der liegenden und stehenden Neubaukuben korrespondiert mit dem alten Baumbestand und bildet einen schützenden Saum, der den Straßenlärm der Hallerstraße minimiert, jedoch gleichzeitig vom Obergeschoß der Musikschule die beeindruckende Aussicht auf die große Wiese auf der anderen Innseite erhält.
Projekt Kindergarten mit Musikschule ‚FERDI‘
Planung Neubau, Freiraum, Sanierung im Denkmalschutz
Status geladener Wettbewerb 2024
Adresse Ferdinand Weyrer Straße
Auftraggeber*in Hortus MusiKunst GmbH
Zusammen mit STUDIO LOIS Zt GmbH
Team Caro Hellrigl, Mario Pramstaller, Barbara Poberschnigg, Iris Reiter